Zum 2.Mal wurde über den Schkeuditzer Sportbeirat unter der Federführung der TSG und Shorai do Kempo in der heimischen Dreifelderhalle ein Völkerballturnier ausgerichtet. Die Ausschreibung dazu hing in allen Schkeuditzer Hallen und erreichte die Vereine auch über Rundmails. An fehlender Werbung lag es also nicht, dass auch in diesem Jahr „nur“ Mannschaften der TSG, des Shorai do Kempo, des Wolteritzer Ponyhofes und des LAC Schkeuditz vertreten waren. Vielleicht muss es sich erst herumsprechen, welch´ tolle Veranstaltung mit diesem Völkerballturnier in Schkeuditz heimisch werden soll. Ein Teamspiel mit einfachen Regeln, großem Teamgeist und viel Freude für Kinder (6-10 Jahre) Jugend (11-15 Jahre)und Erwachsene (16-110 Jahre). Trägt doch diese Veranstaltung auch dazu bei, dass sich die Schkeuditzer Sportvereine auf neutralem Boden treffen und in Kontakt kommen. Wie groß wäre wohl sonst die Wahrscheinlichkeit, dass die ReiterInnen aus Wolteritz mit den Sprintern und Sprinterinnen vom LAC ein Schwätzchen halten, oder sich die Kinder der TSG mit denen des Shorai do Kempo bei einem „Spielchen“ treffen.
Das sich auch die FußballerInnen im nächsten Jahr trauen dürfen, haben diesmal bereits zwei Jungs der Eintracht unter Beweis gestellt, die die Kindermannschaft des LAC Schkeuditz tatkräftig unterstützten und sich zusammen mit den Leichtathleten den ersten Platz in der Kinderwertung holten. Hier haben 8 Kinder gezeigt, dass man kein eingespieltes Team sein muss, um ein tolles Völkerballturnier zu spielen. Auch die SportlerInnen des LAC waren aus verschiedenen Trainingsgruppen zusammengestellt und trafen sich nun zum ersten Mal. Aber weder die Leichtathleten noch die beiden Eintrachtler hatten damit ein Problem. Zusammen wurde um jeden Satz gekämpft. Jörg von der TSG fungierte als Schiedsrichter, hatte aber bei keinen der Spiele im Kinderturnier viel zu tun. Auch BetreuerInnen und TrainerInnen der Mannschaften hielten sich positiv im Hintergrund.
Die Jugendmannschaft des LAC hatte in diesem Jahr mit einem Altersdurchschnitt von 11 Jahren einiges einzustecken. Ein hart erkämpfter Sieg gegen die ebenfalls junge Truppe des Shorai do Kempo reichte für den 3.Platz vor den beiden Teams vom Ponyhof Wolteritz. Ein Satzgewinn gegen die deutlich älteren und körperlich überlegenden WolteritzerInnen reichte leider letztendlich nicht für einen Sieg. Doch die Leichtathleten und Athletinnen haben sich teuer verkauft und so verzweifelte die gegnerische Jugend immer wieder an der Widerspenstigkeit einer Ronja, Naja oder Virginia, die mit Reaktionsschnelligkeit und beeindruckenden Verrenkungen den Ball an sich vorbeisausen ließen.
Platz 1 und Platz 3; damit fehlte nur noch die Silbermedaille. Für die sorgte die erst knapp ein Jahr alte Ü20 Gruppe des LAC. Wobei Ü20 ein wenig schmeichelhaft klingt, bedenkt man, dass der Altersdurchschnitt eher Richtung 40 tendiert. Bei leider nur 3 angetretenen Erwachsenenmannschaften, reichte ein Sieg gegen den Ponyhof für Platz 2. Die SportlerInnen des 3. Erwachsenenteams haben entweder nächtelang Taktik studiert und trainiert oder die Ersatzspieler der ausgeschiedenen Handballnationalmannschaft eingekauft. Der Gesamtsieg ging verdient an die sympathische Truppe des Shorai do Kempo.
Diese Veranstaltung sollte zu einer festen Einrichtung im Schkeuditzer Kalender werden. Es wäre zu hoffen, dass sich im nächsten Jahr TrainerInnen weiterer Schkeuditzer Vereine aufraffen, um in einer oder sogar in allen Altersklassen ein Team im Namen ihres Vereins ins Rennen zu schicken. Judokan gg. Eintracht Schkeuditz, Highjackaz gg TSG Handball,…wer weiß, wer weiß. Die Leichtathleten und Leichtathletinnen des LAC sind auf jeden Fall gern wieder mit dabei.
Nicht unerwähnt darf die Leistung unserer Sydney am heutigen Tag bleiben. Während sich ihre Trainingsgruppe um Punkte beim Völkerballturnier mühte, bevorzugte es der 10jährige Energiebündel, bei nassmatschigem Wetter beim Winterlauf um den Auensee zu laufen; oder besser gesagt, zu sprinten. Sydney erreichte nach 1,7km in nur 7:12 verdient als Erste ihrer Altersklasse das Ziel. Herzlichen Glückwunsch!

Anja Scheibner