Der Tradition verpflichtend feierte unser Verein am 17.11.2018   „70 Jahre Leichtathletik in Schkeuditz“.

Über 200 aktive und ehemalige Schkeuditzer Leichtathleten, Eltern unserer Leichtathletikkinder und Gäste fanden den Weg ins Kulturhaus „Sonne“.

Zu Beginn begrüßten wir besonders unsere Ehrengäste Rayk Bergner, Oberbürgermeister der Stadt Schkeuditz, Lothar Dornbusch, Bürgermeister der Stadt Schkeuditz, Jörg Woytal, Vorsitzender des Sportausschusses der Partnerstadt Bühl, Svatja Stanek, Vizebürgermeister der Stadt Oslavany, der Geschäftsführer des Kreissportbundes Nordsachsen, Sven Kaminski, die Sportfreunde vom TV Bühl und vom TJ Oslavany, der ehemalige Vorsitzende der TSG MAB Schkeuditz, Günter Schneiderheinze und die ehemalige Vorsitzende des Kreisfachausschusses Leichtathletik Leipzig-Land, Dr. Monika Kroll.

In seiner Festrede sprach Thomas Lindner ein Stück weit über Geschichte und Gegenwart. Er erwähnte, dass die Geschichtsschreibung mit einzelnen Leichtathletikaktivitäten in Schkeuditz schon weit vor dem 2. Weltkrieg begann, sie sich aber durchgängig belegbar erst ab 1948 darstellt. Die Leichtathleten gehörten seit 1948 fünf Vereinen an. 2017 gründeten sie erstmals in der Geschichte einen eigenen Verein, den LAC Schkeuditz e.V., der momentan 179 Mitglieder mit überwiegend Kindern und Jugendlichen hat.

Ziel war es, an die erfolgreichen 1960er bis 1980er Jahre anzuknüpfen, um sportlich voranzukommen und Schkeuditz zum Talentestützpunkt zu entwickeln. Neben dem Leistungssport soll auch der Breitensport in unserer Sportart ausgebaut werden. Dies soll unter anderem mit dem Hintergrund geschehen, die Defizite des Schulsports zu kompensieren.

Der LAC zählt gegenwärtig 9 Trainingsgruppen, davon 6 Leichtathletikgruppen, 2 Volleyball-teams und die „Tornados“, die traditionell zugehörige Damensportgruppe. 12 Übungsleiter trainieren die etwa 130 Kinder und Jugendlichen des Vereins.

Nach der Rede des Präsidenten dankte Oberbürgermeister Bergner den ehrenamtlich tätigen Übungsleitern und Vorständlern, sagte seine Unterstützung dem Sport in Schkeuditz, egal in welchen Strukturen sie geleistet wird, zu.

Nach den Ansprachen zeigten unsere Leichtathletinnen Ronja und Eva, dass sie auch tänzerisch und als rhythmische Sportgymnasten unterwegs sein könnten. Sie erhielten großen Beifall. Im Anschluss zeigten Felix und Josie mit ihrer Gruppe Übungen aus dem Leichtathletiktrainingsprogramm und erhielten ebensolchen Applaus.

Nach Vorstellung des aktuellen Vorstandes und der Übungsleiter erfolgte die Ernennung von Frank Siebeck, Rolf Burkhardt, Milos Musil, Wolfgang Lorenz, Jörg Woytal, Helge Fischer und Zdenek Vevoda zu Ehrenmitgliedern des LAC Schkeuditz.

Die Partnervereine aus Bühl und Oslavany übergaben dem LAC tolle Geschenke. Danke dafür!

Nach dem Abendessen und einer Tanzrunde wurden unsere erfolgreichen Teilnehmer an den Landes- und Mitteldeutschen Meisterschaften geehrt.

Wer danach nicht unbedingt tanzen wollte, konnte auf der Galerie eine Ausstellung mit Bildern und Utensilien aus „alten“ Zeiten und aus der Gegenwart besuchen.

Zu später Stunde wurde der Tanzabend noch einmal für 5 Minuten mit einer Filmvorführung unterbrochen. Gezeigt wurden Aufnahmen von der Spartakiade 1967 in Schkeuditz und manch älterer Teilnehmer erkannte sich oder Freunde.

Während der Veranstaltung kam es zu vielen Begegnungen ehemaliger Leichtathleten. Spontan entschieden sich dabei Sylvia Untermann, Andreas Ritter und einige weitere „Ehemalige“ nun passive Mitglieder im LAC zu werden. Sie wollen damit ihre Zugehörigkeit dokumentieren und unsere Arbeit aktiv aus der Ferne unterstützen.

Viele Teilnehmer fanden sich in Gesprächsrunden zusammen, erkundigten sich, schwelgten in Erinnerungen. Gleichwohl waren von dieser oder jener Generation nur ein oder zwei Vertreter da. Ihnen fehlte manchmal der Anschluss, sie gingen leider schon früher.

Hier wird sicher dem Organisationsteam um Frank Pabst, Klaus Hütel und Arnd Berger für das „75.“ etwas dazu einfallen, um dieser Erscheinung entgegen zu wirken.

Unabhängig davon, großen „Dank“ an die Organisatoren des „70.“, es war eine rundum gelungene Veranstaltung, die erst spät in der Nacht endete.