Es war nicht der erste Arbeitseinsatz unter der Flagge des LAC. In jedem Jahr sind die Kinder, Jugendlichen und Eltern aufgerufen, mitzuhelfen, die Sportanlagen der Leichtathleten trainings- und wettkampftauglich zu machen. Denn die ehrenamtliche Tätigkeit, in der die Trainer, Trainerinnen, Vorstand und Kampfrichter und Kampfrichterinnen agieren, endet nicht mit der Betreuung und Ausbildung der mittlerweile über 130 jungen Leichtathleten und Athletinnen, der Ausarbeitung der individuellen Trainingspläne, der Besuche von zeitintensiven Wettkampfbetreuung, der Förderung der Leistungskader und die Organisation von Abschlussfeiern, Ausflügen und sozialem Miteinander.

2-3-mal im Jahr Verlangen auch die Anlagen und Geräte intensive Aufmerksamkeit. Reparaturen, Entkrauten, Reinigen, Umgraben, Neuanschaffung. Die Verantwortung und Aufgaben, die den Vereinen unabhängig von der Sportart zukommen, wurden über die Jahre nicht weniger: Das Ehrenamt ist wahrlich keine Goldgrube. Doch obwohl man sich manchmal ein wenig mehr Unterstützung und Anerkennung von außen und weniger Bürokratie wünscht, obwohl die Zeit für Familie und Freunde knapp bemessen ist und obwohl man mit dem Ehrenamt keinen Urlaub finanzieren wird, käme doch keiner auf die Idee aufzuhören.  Verrückt? Klar! Ohne ein bisschen Verrücktsein funktioniert das Ehrenamt halt nicht.

Die  Freude war umso größer, als am vergangenen Samstag 56 Helfer und Helferinnen sich trotz der angesagten warmen Temperaturen an unserer Trainingsstätte, dem Walter Lutze Stadion, bewaffnet mit Schaufel, Eimer und Besen einfanden, um dem Kraut auf der Bahn, in der Weitsprunganlage und im  Diskusring den Kampf anzusagen, um die Fassade zu unseren Vereinsräumen wieder erstrahlen zu lassen und um wichtige Trainingsmittel zu reparieren und zu ölen.

Nach dem Startschuss um 09:00 kamen immer noch neue Helfer und Helferinnen dazu und baten um Zuteilung von Aufgaben. „Da bekomme ich wirklich Gänsehaut! DAS ist Vereinsleben!“ So äußerte sich sehr ergriffen unser 1. Vorsitzende Thomas, der dafür sorgte, dass jeder mit Arbeit aber auch mit Getränken versorgt wurde.

So wurde bis 13:00 gekratzt, gemalert, und geschraubt. Unser Jungtrainer Felix hatte sich für die jüngeren Kinder etwas ganz Besonderes überlegt. Unbemerkt von den ganzen Organisatoren hatte er auf dem Sportplatz Umschläge versteckt und zusammen mit Annika die Kinder auf eine Schnitzeljagd geschickt. Während die Kinder in kleinen Gruppen auf die Jagd nach den Umschlägen gingen und immer wieder Rätsel lösen mussten, konnten die Eltern in aller Ruhe dem Arbeitseinsatz nachgehen.

Der Platzwart Herr Muster war ebenfalls vor Ort und stand uns mit Rat und auch Geräten zur Verfügung.  So wurde dem Vater von Caroline kurzerhand der Freischneider umgeschnallt, so dass die Diskusanlage nun wieder ohne Machete zu erreichen ist. Diverse Schaufeln, Eimer und Besen konnte uns Herr Muster ebenfalls zur Verfügung stellen.

Auf die Frage hin, was mit das Schönste beim heutigen Arbeitseinsatz wäre, antwortete eine der LAC Trainerinnen:“ Die rege Teilnahme! Aber vor allem die Teilnahme zahlreicher Sportler und Sportlerinnen aus unseren Trainingsgruppen von der U10 bis hoch in die U18. Die Kinder und Jugendlichen profitieren das ganze Jahr über von unserem Ehrenamt. Nun geben sie von sich aus etwas zurück! Einfach nur toll!“

Und so konnte man Lukas, Max, Nils, Fiona, Caroline, Emily und noch viele andere LAC Kinder knieend auf der Bahn und an den Anlagen beobachten, wie sie dem Unkraut den Kampf ansagten.

Bei solch einer großen Teilnahme, beschloss man kurzfristig, auch die Beachvolleyballanlage zu entwalden. Die vor circa 3 Jahren aufgestellte Anlage ist für den Volleyball leider nicht nutzbar, da die Seitennetze nicht ausreichend verhindern, dass Bälle auf das angrenzende Gelände fallen. Eigentlich schade. Der Vorschlag, ein weiteres Netz oberhalb zu spannen, fand wohl leider keinen Anklang. Für die Leichtathleten ist eine solche Sandfläche aber natürlich auch eine wunderbare Möglichkeit, barfuß Laufschulung und Fußkräftigungsübungen abzuhalten. Daher waren die Arbeit und der schweißtreibende Einsatz von Spaten und Schaufel nicht umsonst.

 

Welch´ toller Anblick war es zum Schluss, als Helfer und Helferinnen mit frisch gegrillter Wurst, Limo oder aber auch einem Bierchen nebeneinandersaßen, natürlich unter Einhaltung jeglicher Hygienerichtlinien, und zufrieden auf das Tagewerk schauten. Nach und nach leerte sich die Heimstätte des LAC. Die Malergruppe setzte noch die letzten Pinselstriche an, Geräte wurden in die Autos verladen und die Kinder der Schnitzeljagd lutschten zufrieden an ihrer Siegprämie, einer kühlen Runde Eiscreme.

Was zeigt mehr die Dankbarkeit der Trainerschaft an alle Helfer und Helferinnen als dieses Zitat von einem der Trainer:

„Hammer! Ich hab´ richtig Bock am Montag auf Training!“

In diesem Sinne: Allen Helfern und Helferinnen ein großes Dankeschön für den Einsatz!