Man kann schon so langsam von Tradition sprechen, wenn man den Schkeuditzer Auewaldlauf, der parallel zum Stadtfest veranstaltet wird, als gemeinsamen sportlichen Abschluss vor den Ferien bezeichnet. Im letzten Jahr waren mehr als 35 Läufer und Läuferinnen des LAC angefangen in der U8 bis in den Seniorenbereich Ü60 beim 24. Auewaldlauf vertreten. Nicht wenige erklommen Podestplätze.


Dieses Jahr ist halt alles ein wenig anders. Corona hat nicht nur das Stadtfest, sondern auch den Lauf verhindert.
Doch kurzerhand haben die LAC Trainerinnen das letzte Montagstraining in den Wald verlegt, wohlweislich ohne die Athleten und Athletinnnen über Details zu informieren. Im Vorhinein hatte man 3 Strecken im Wald festgelegt. Um alle nötigen Richtlinien einhalten zu können, liess man die Gruppen gestaffelt starten und während die Ersten bereits wieder nach Hause fuhren, reisten die Letzten erst an. Eine Siegerehrung gab es nicht. Was die Kinder allerdings nicht wußten, ist, dass sie durch ihre Läufe, die mindestens 15 bzw. 30 Minuten gedauert haben, automatisch das Deutsche Laufabzeichen in Stufe 1 bzw. Stufe 2 erworben hatten.
Dank des Einsatzes von Kimi, Eli und Annika, die die jeweiligen Gruppen auf dem Fahrrad begleiteten und durch den Wald führten, waren am Ende alle 54 Läufer und Läuferinnen wieder vollständig anwesend und stärkten sich mit einer Runde Bananen.

Und so trotzte man zumindest ein wenig den Einschränkungen durch Corona und beschloss trainingsgruppenübergreifend die vorsommerliche Wettkampfzeit.
Das heißt nicht, dass nun alle Ferien haben. Das Training geht weiter und für einige Sportler und Sportlerinnen aus den Altersklasse U14/16/18 stehen noch Wettkämpfe an. Denn mit guten Hygienekonzepten und akzeptablen Einschränkungen hat die sächsische Leichtathletik den Wettkampfbetrieb in ihren Stadien wieder aufgenommen.
Und so waren in den letzten 2 Wochen bereits Schkeuditzer Leichtathleten bei MoGoNo und Eilenburg zu beobachten. Trotz guter bis sehr guter Leistungen wird doch deutlich, dass es noch ein wenig dauern wird, bis die Kinder und Jugendlichen die lange und hoffentlich einzigartige Coronapause abgeschüttelt haben.

Anja Scheibner